Sonntag, 10. Juli 2011

Bericht der Kitzalp Bike von Andi Gastl



Mit einem Top 10 Ergebnis kann unser Schwergewichts-Mountainbiker Andi Gastl nicht aufwarten. Aber immerhin mit einer Top 50 Platzierung in seiner Altersklasse auf der Medium Strecke beim KitzAlpBike Marathon. Die 2:42:29 für die 35 KM/1300 HM ergeben Rang 47 in der Klasse Herren 40 (von 63 Klassifizierten) und Rang 173 (von 226) im Gesamtergebnis.

Hier der Kurzbericht von Andi:

Nachdem heuer erstmals eine relativ gemütliche Medium-Strecke mit entschärften Abfahrten angeboten wurde, war es an der Zeit, einmal dem KitzAlpBike einen Besuch abzustatten. Nachdem die Vortage von Schlechtwetter geprägt waren, war vorhersehbar, dass das Rennen nicht nur kalt, sondern auch dreckig werden würde. So kam es dann auch. 8 Grad am Start und die Helfer bei der Labe am höchsten Punkt der Medium trugen teilweise dicke Anoraks und Wollmützen.

Auf der ‚neutralisierten‘ Anfahrt von Westendorf nach Brixen wurde unglaubliches Tempo bebolzt und es ist fast ein Wunder, dass es keine gröberen Crashes gab, als gut 800 Biker mit guten 40 Sachen auf engen Nebenstraßen dahingebrescht sind.
Dann folgte eine ziemlich lange Auffahrt, die zum Ende hin gemein steil wurde. Da war man fast froh, dass dann das Schiebestück auf die Choralpe begonnen hat. Allerdings nur kurz, weil das hatte es in sich. Sausteil, komplett aufgeweichte Wiese und ziemlich lang. Auf der Choralpe gab’s eine Labe und dann ging’s ab in den ersten Downhill. Forstwege, fast in Asphaltqualität, ließen hohe Geschwindigkeiten zu. Es war aber so kalt, dass der erste kurze Anstieg sehr willkommen war. Auf der 2. Abfahrt dann das, was einen gleich ein paar km/h langsamer fahren lässt. Eine verletzte Bikerin wurde neben der Strecke versorgt. Eine Menge Blut auf dem Forstweg zeugte von einem ziemlich argen Crash und der Christopherus kreiste schon auf der Suche nach einem Landeplatz über uns.

Es folgten die ersten Singletrails, die eigentlich durchwegs fahrbar waren. 2 x hab ich geschoben, weil‘s extrem steil war – wäre aber mit etwas mehr Mut locker fahrbar gewesen. Im Tal angekommen, folgten dann ein paar gemein steile Anstiege, die – Gott sei Dank – alle kurz waren . Dazwischen ging’s immer wieder auf kleine Waldwege, die alle extrem tief waren. Die Wurzelpassagen waren so glitschig, dass ich gar nicht versucht habe, sie zu fahren. Beim Absteigen stand man dann immer bis zum Schuhrand im Letten und sobald man wieder ein wenig schneller fahren konnte, flog einem der Dreck nur so um die Ohren. War auf den letzten 2 Kilometern fast permanent so. Dann noch mal ein steiler Anstieg und über einen kleinen 4-Cross-Kurs ging’s dann auf eine komplett durchweichte Wiese über die man ins Ziel kam.

Tolles Rennen. Tolle Strecke. Perfekt organisiert. Sehr empfehlenswert. Chapeau an alle, die die Extreme (56 KM/2700 HM) oder die Ultra (95 KM/4400 HM) absolviert haben.
War übrigens der erste Renneinsatz für mein Niner Jet 9. Das 29er Fully hat – wie bisher auch – alle Erwartungen voll erfüllt. Allerdings ist der Kurs mit den steilen Anstiegen und – zumindest auf der Medium – den nicht allzu schweren Abfahrten unbedingt das Terrain auf dem das 29er seine Vorteile ausspielen kann. Die Salzkammergut-Trophy wäre der ideale Boden dafür. Viele ‚geschmierte‘ Auf- und Abfahrten. Da gehen die Dinger unglaublich ab.

Nachdem es den Stubai-Bike-Marathon leider nicht mehr gibt und sich die Salzkammergut-Trophy heuer urlaubsbedingt nicht ausgeht, wird’s das mit der Rennsaison wahrscheinlich auch schon gewesen sein. Aber vielleicht ergibt sich noch eine Möglichkeit, den Radstudio-Dress mit Stolz im Rennen zu tragen.

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